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das buchte-buch!

Seit dem 1. Mai 2015 ist es offiziell raus: Das "Buchte-Buch" zu 40 Jahren Naturfreundehaus Buchtstraße. Die Planungen dafür liefen schon seit Jahren, die Redaktion hat in den letzten drei Jahren großartiges geleistet und spannende Beiträge, Fotos und Dokumente aus 40 Jahren zusammengetragen. Am 1. Mai 2013 wurde ich gefragt, ob ich die Gestaltung des Buches übernehmen würde. Ich habe sofort zugesagt und den August 2013 dafür eingeplant. Es dauerte dann doch noch etwas länger, als geplant, aber das Warten hat sich gelohnt!

Buchte-Buch-Titelseite

»Kein Bremen ohne Buchte«
224 Seiten, Bezug über Tel. (0421) 32 60 22 oder www.die-buchte.de

12.01.2015

bo bezieht Stellung:

Est-ce que je suis Charlie?
Ich weiß nicht, ob ich jetzt "Charlie" bin, ich kenne das Magazin "CharlieHebdo" gar nicht. Trotzdem geht mir als Europäer dieser Anschlag näher, als wenn irgendwo in Afrika hunderte von Schulkindern (Mädchen, genaugenommen) erschossen werden, weil ihnen keine Bildung zugestanden wird. Das ist eigentlich ein Skandal …
Aber zurück zum Anschlag auf das Satire-Magazin: Die einzige Antwort auf den Mordanschlag kann es sein, diese religiösen Fanatiker mit einem wahren Shit-Storm an Witzen über sie zu überfluten. Machen wir uns so lange lustig über sie, bis sie sich selbst totlachen. Aber bitte mit Witzen über religiöse Fanatiker ansich und jeder Couleur und nicht über ihre Götter und Propheten.

Als höflicher Mensch übe ich im Normalfall Zurückhaltung gegenüber gläubigen Menschen, um nicht die religiösen Gefühle anderer zu verletzen.
Aber was ist, wenn ich von den religiösen Gefühlen anderer verletzt werde?

Die euch das Paradies im Jenseits versprechen, werden euch die Hölle auf Erden bereiten.

Trotzdem: Angst ist ein schlechter Ratgeber.
Gefährlich wird es immer, wenn sich Leute als Opfer oder auch nur potentielles Opfer sehen, dann werden sie oft (präventiv) zum Täter.
Siehe die Rechtsradikalen, die allein in Deutschland seit der Wende inzwischen an die 200 Menschen umgebracht haben, denn da sind nicht nur die medienwirksamen Brandanschläge auf Wohnhäuser und die NSU-Morde, sondern auch eine Vielzahl an zu Tode getretenen Obdachlosen, Gewaltakte, die oft in den offiziellen Statistiken gar nicht als rechte Gewalt auftauchen.

Und natürlich immer wieder ganz klar zu benennen: es ist fast ausschließlich von Männern ausgehende Gewalt.
Eine Welt ohne so ein aggressives Geschlecht wäre deutlich besser. Da wurde was völlig falsches heran gezüchtet.

Meine Buchempfehlung des Frühjahrs: "Warum die Sache schiefgeht" von Karen Duve
Das ist ebenso erhellend wie auch am Ende völlig entmutigend. Denn wie der Titel schon ankündigt, die Welt, wie wir sie kennen wird den Bach runtergehen. Das einzige Verhalten, das uns retten könnte, werden wir nicht hinbekommen, es liegt in unserer Natur, dass immer wieder rücksichtslose Arschlöcher die Macht ergreifen und völlig egoistisch den gemeinsamen Karren in den Dreck fahren, um ihre eigene Beute möglichst groß zu machen.


04.12.2014

nebenbei gesagt:

Ein Blick auf Verpackungsdesign-Relaunches in der Bio-Branche. Hier wird einfach gemacht, was sich bei den großen Lebensmittelkonzernen niemand trauen würde. Während bei den großen Marken die Veränderungen im Design über Jahre nach und nach voran getrieben werden, am besten so, dass es der Kundschaft gar nicht bewusst auffällt, vor allem aber der Faden der Wiedererkennung auf keinen Fall abreisst, werden in der Bio-Branche teils ziemlich radikale Veränderungen in der Gestaltung gewagt, nach der Devise: wer suchet, der wird uns wiederfinden! Mutig, aber bei vielen Produkten auch an der Zeit, wertige Produkte sollten auch eine wertige Erscheinung haben. Wenn das gute Bio-Olivenöl aussieht, als wäre es das billige vom Discounter, dann passt da was nicht zusammen.

Ein paar Beispiele aus den letzten Jahren:

Die Firma Wheaty, Hersteller sehr leckerer veganer Seitan-Produkte, hat vor ca. 2 Jahren ihr Verpackungsdesign komplett umgekrempelt, nicht nur graphisch, sondern auch gleich verpackungstechnisch:

Wheaty

 

Byodo, die auch an ihrem Logo feilen, da aber wohl eher behutsam über die Jahre, haben ziemlich radikal von Dunkelblau auf Weiss umgestellt, eindeutig ein Schritt nach vorne!

Byodo

 

Immerhin mit Übergang auf dem Etikett begleitet hat die Firma Bioplanete das Redesign ihres Logos (da kämpft wohl jemand mit den Altlasten, es ist besser geworden, aber man sehnt den nächsten Schritt herbei), das restliche Etikett war schon ganz gut (und nicht das Beispiel für den oben erwähnten Billigmarken-Look), aber das neue kann man durchaus als eine Verbesserung bezeichnen. Hier ist der Schritt auch nicht so extrem:

Bioplanete

 

Jüngster wirklich radikaler Wechsel: Die Firma Eden, bisher bekannt aus Reformhäusern, hat sich entschlossen, auch in den Bioläden die Karten offen auf den Tisch zu legen und nun wird klar, dass sie längst kleinere Anbieter wie "Bruno Fischer" und hier "Martin Ewers" aufgekauft hat. Die Umstellung findet kommentarlos* statt:

Ewers

*Nachtrag: inzwischen gibt es doch kleine Hinweisschilder an den Regalen

Zuletzt noch ein Vorher-Nacher-Vergleich über eine Strecke von ca. 15 Jahren, dazwischen lagen sicher einige Entwicklungsschritte. Und ist es eine Verbesserung? Vielleicht ein bisschen zu viel mit Verläufen gearbeitet. Aber: Der Frosch selbst ist sich treu geblieben.

Frosch